Auf zwei Rädern um die Welt

Fotografieren auf der Motorradtour: Womit?

 Fotografieren auf der Motorradtour muß sorgfältig geplant werden, um gut gerüstet zu sein und das Gepäck nicht überfrachten. Was geht mit?

Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten

Fotografieren auf der Motorradtour: Was ist wichtig?

Life is like a camera. Just focus on what’s important, capture the good times, develop from the negatives and if things don’t work out, just take another shot.
— Richard Branson, Britischer Milliardär

Fotografieren ist das Salz in der Suppe der Erinnerungen. Besonders nach erlebnisreichen Motorradtouren, die man nach Saisonende an düsteren Winterwochenenden nacherleben möchte, während die Maschine wohlversorgt in der Garage ruht.

Unvermeidlich kommen dann unbequeme Fragen hoch: Habe ich mir zu wenig Zeit für die Aufnahmen gelassen? Sind dabei vielleicht zu viele banale Bilder herausgekommen, die nur wenig aussagen? Und nicht zuletzt: Habe ich mit der richtigen Ausrüstung fotografiert, um die Bilder zu bekommen, die ich eigentlich gerne gewollt hätte?

Tourenfotografie ist ein ganz eigenes Sujet, denn sie vereinigt mehrere Disziplinen in sich, für die man eigentlich ein eigenes Talent entwickeln müßte: Landschaft und Menschen, Architektur und Technik und nicht zuletzt Straßenfotografie während der Ruheetappen.

Nicht zu vergessen: Die Fotoausrüstung ist durch Witterung und Erschütterungen beim Fahren beträchtlichen Belastungen ausgesetzt. Der verfügbare Stauraum für sie ist arg begrenzt

Wichtig ist deshalb:

  • Wie stelle ich die passende Fotoausrüstung für meine Motorradtour zusammen?
  • Was sollte unbedingt mitgehen?
  • Wie setze ich meine Ausrüstung am besten ein?

3 Gründe für das Fotografieren auf der Motorradtour

Zunächst sollte ich mir darüber klar werden, was ich mit der Paarung Motorrad+Kamera anstellen möchte. Dabei habe ich grundsätzlich drei Optionen: Möchte ich

  1. hauptsächlich Motorrad fahren und dabei hin und wieder ein nettes Motiv fotografisch festhalten (z. B. meine Kumpels bei der Zigarettenpause oder meine Maschine in der Abendsonne)?
  2. mit meinem Motorrad eine Art Fotosafari unternehmen (z. B. für mein fotografisches Tourentagebuch) oder
  3. mit dem Motorrad zu einem Zielort fahren, um dort ein besonderes Fotoprojekt umzusetzen (z. B. ein Baudenkmal, eine landschaftliche Besonderheit oder einen Jahrhunderte alten Baum)?

Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht.
—  Caspar David Friedrich, Maler der deutschen Romantik (1774 – 1840)

5 Herausforderungen an die Tourenfotografie

Während der Autotourist seinen ganzen Fotokram griffbereit auf dem Beifahrersitz platzieren kann und nur kurz anhalten muß, um das passende Motiv mit einem Druck auf den Auslöser einzufangen, ist das für den Motorradfahrer viel umständlicher:

  1. Der Packraum für die Fotoausrüstung ist auf dem Motorrad begrenzt.
  2. Ein guter Schnappschuß erfordert schnellen Zugriff auf die Kamera.
  3. Um ein Motiv gut einzufangen, muß er erst die Maschine abstellen, (meist) den Helm abnehmen und mit den Handschuhen herumfriemeln, was besonders im Sommer lästig ist.
  4. Beim längeren Abstellen der Maschine muß die Ausrüstung entweder mitgenommen oder (z. B. im Heckkoffer) zugriffssicher untergebracht werden.
  5. Kamera und Optik müssen vor Beschädigungen geschützt werden (Regen, Vibrationen).

Womit fotografieren auf der Motorradtour?

Ob Abendrunde im Heimatrevier, Tagestour durch das Hinterland oder Motorradurlaub in der Ferne. Wenn der Plan erst mal steht, fällt die Auswahl des fotografischen Geräts schon mal leichter.

Im Prinzip stehen uns grundsätzlich zwei Technologien zur Verfügung, die ihrerseits wieder verschiedene Möglichkeiten eröffnen: digitale und analoge Fotografie. Je nach Zweck und Lust. Projekt und persönliche Neigung bestimmen letztlich die Wahl des Geräts. Im Folgenden beziehe ich mich auf universell einsetzbare Kameras, nicht aber auf action cameras, die am Helm oder an der Maschine montiert werden können.

Die große Zahl hervorragender Aufnahmen von guten Fotoamateuren und Profis lehrt Bescheidenheit. Und wer aber schon einmal beobachtet hat, mit welchem technischen und personellen Aufwand Profiaufnahmen für Magazine und Portale produziert werden, wird erkennen, daß er in einer anderen Liga spielt. Das ist durchaus legitim. Deshalb reihe ich mich eher am Gruppenende ein und will auch nicht einem bestimmten Kameramodell das Wort reden.

Denn es geht mir bei Fotografieren auf der Motorradtour um zwei Dinge:

  • Welche Ausrüstung nehme ich auf dem Motorrad mit? Was hat sich bewährt?
  • Ich präsentiere hier keine Spitzenmodelle oder Testsieger. Wichtig sind für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Robustheit des Materials, das auch holperige Motorradtouren unbeschadet übersteht. Günstiges gebrauchtes Gerät ist für diesen Zweck durchaus eine bedenkenswerte Option!

Digital fotografieren auf der Motorradtour

Hardcore Fotoprofis werden dem Motorradreisenden gerne zu einer höherwertigen DSLR-Kamera raten, die alles vom Sonnenuntergang am Meer bis zur Blüte am Wegesrand veröffentlichungsreif einfangen kann. Eine technisch gute Option, die aber für den Motorradfahrer praktische Probleme mit sich bringt – siehe oben.

Die Erfahrung zeigt jedoch, daß es nicht immer eine teure Fotoausrüstung sein muß. Wichtig ist vielmehr, daß sie technisch das von mit gewünschte fotografische Ergebnis bringt. Ein bißchen Talent ist dabei allerdings schon nützlich.

Smartphone

Ich bin immer wieder erstaunt, welch gute Fotos die Leute auf ihrem Smartphone mit nach Hause bringen. Sicher, neueste Technik und fotografisches Können gehen da Hand in Hand. Schaut man sich dann noch die tollen Polaroids an, die große Fotografen bei ihren Projekten gemacht haben, wachsen die Zweifel, ob man in der Mehrzahl der Fälle eine umfangreiche Fotoausrüstung überhaupt auf dem Motorrad mitschleppen muß.

Zugegeben: Viele Tourenbilder, die keine spezielle Ausrüstung erfordern, mache ich mit dem Smartphone. Ich trage es sowieso immer bei mir. Bei der Auswahl des Modells achte ich vor allem darauf, daß die eingebaute Kamera sehr gut ist.

Schaue ich mir ältere Digitalbilder an, wird deutlich, wie groß noch vor ein paar Jahren der Qualitätsunterschied zwischen DSLR- und Smartphone-Aufnahmen war. Dieser hat sich zwischenzeitlich weitgehend eingeebnet. Wenn die technische Entwicklung so rasant fortschreitet, könnte es gut sein, daß man in ein paar Jahren für viele nichtprofessionelle Einsatzzwecke kaum noch eine DSLR- oder Systemkamera benötigt. Vor allem nicht auf Motorradtouren.

Dennoch muß ich mir beim Fotografieren mit der Smartphone-Kamera über ihre technischen Grenzen im Klaren sein: Die relativ geringe Größe ihrer Sensoren bedingt, daß sie ihre besten Ergebnisse vor allem bei guten Lichtbedingungen liefert. Sie ist also nichts für Aufnahmen in einem düsteren Dom. Aber die Mehrzahl der Tourenaufnahmen im Freien meistert sie problemlos und mit erstaunlich guten Ergebnissen.

Kompaktkamera

dihitalkamera canon power shot g 10

Hat sich als Reportagekamera einen guten Namen gemacht: die Canon PowerShot G 10 – Foro: Canon

Daß Smartphone-Kameras weithin zu ernsthaften Rivalen der Kompaktkameras werden konnten, liegt nicht zuletzt an ihrem relativ kleinen Sensor und der durch ihn beschränkten Bildqualität. Wenn dieser Kameratyp beim Fotografieren auf der Motorradtour aufgrund seiner z. T. sehr speziellen Einsetzbarkeit das Gerät der Wahl sein soll, landet man unweigerlich im oberen Preissegment bei +/- 1.000 €.

Andererseits wissen wir aus der Erfahrung unserer Touren, was eine Kamera unterwegs alles aushalten soll: Regentropfen, Dreck, Staub, Schnee, Vibrationen. Unkaputtbar sollte sie sein, mehr können als ein Smartphone, aber kleiner und leichter sein als eine DSLR.

Ein Journalist, der auf sich auf Reportagereisen seine Taschen nicht unnötig mit voluminösem Fotokram vollstopfen wollte, riet mir für das Fotografieren auf der Motorradtour vor Längerem zu einer Canon PowerShot G10 als handliche Alleskönner-Kamera.

Nach einigem Herumprobieren und nicht ohne Hintergedanken fand sich die G10 schließlich auf dem Gabentisch meiner lieben Sozia Christine. Seither sind die beiden unzertrennlich. Sie fotografiert damit nicht nur ihre eigenen Projekte. Vom Soziussitz aus schießt sie auch dynamische Bilder während der Fahrt. Der Profi-Rat war Gold wert.

In puncto Optik, Konstruktion und Bedienbarkeit läßt diese Kamera (wie auch ihre Nachfolgemodelle oder Konkurrentinnen) kaum etwas zu wünschen übrig. Für den robusten Einsatz auf dem Motorrad reicht ein Gebrauchtmodell allemal. Mit dem Erlös aus dem Pfandflaschenautomaten ist man schon fast dabei.

Für das Fotografieren auf Motorradtouren im Dauerregen von Schottland oder Oregon würde ich mir allerdings sehr gerne eine Nikon Coolpix W300 einstecken, eine wasserdichte Outdoorkamera mit viel gepriesenen Qualitäten.

Utah State Route12 mit roten Sandsteinfelsen und Kurven

Herrliche Kurvenstrecke auf der felsengesäumten Utah State Route12, aufgenommen mit der Canon PowerShot G10

Was bringt eine Kompaktkamera für die Fotografie unterwegs?

  • Die Sozia fängt mehr Eindrücke ein als der Fahrer.
    Der Fahrer kann sich voll auf das Fahrerlebnis konzentrieren. Die Sozia aber hat von ihrer Position aus eine viel breitere Perspektive. Sie kann 90° nach links und rechts schauen, Eindrücke weit voraus ausmachen oder am Straßenrand einfangen.
  • Die Sozia kann mit einer Kompaktkamera während der Fahrt fotografieren.
    Bei Christine hängt die handliche Kamera mit einem Spiralkabel an der Kombi. Mit Sommerhandschuhen läßt sich die Kamera leicht aus der Seitentasche herausziehen und ist bereit für dynamische Aufnahmen während der Fahrt. Wer stattdessen schärfere Bilder mag: kurze Verschlußzeit in Verbindung mit ISO 800 voreinstellen.
  • Man gewinnt schon beim Fahren Live-Eindrücke von der Etappe.
    Wenn wir uns bei einer Marschpause genüßlich an einem Rastplatz niedergelassen haben, schauen wir uns auf dem Display gemeinsam die Eindrücke der aktuellen Etappe an – und löschen die überflüssigen Bilder.

Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)

dslr kamera nikon d 5300

 Ein guter Kauf, besonders zum Produktionsende: die Nikon D 5300 – Foto: Nikon

Die DSLR ist das Arbeitspferd des fotografierenden Reisenden – gleich ob zu Fuß, mit dem Auto oder mit einem bullernden Motor unter dem Allerwertesten. Sie liefert tolle Bilder und verfügt über ein reichhaltiges Register an Einstellmöglichkeiten. Erstaunlich: Selbst eine Mittelklassekamera wie diese kann mehr als viele ihrer Benutzer. Zudem ist sie mit einer breiten Zubehörpalette aufrüstbar.

Mein Arbeitspferd ist die Nikon D 5300, ein Familiengeschenk zum Geburtstag, das mir viel Freude bereitet und – trotz meines beschränkten Talents – verläßlich gute Ergebnisse abliefert. Sie kann fast genausoviel wie die nächsthöhere Baureihe (wenn auch ohne deren Bedienungskomfort) und nimmt Generationen sehr guter Nikor-Objektive auf. Wenn ich Sonderbedarf habe, wende ich mich vertrauensvoll an meinen Sohn, der mit diesen Dingen wohl ausgestattet ist.

Motorrad bei Werben an der Elbe, das auf die herannahende Autofähre wartet

Warten auf die Elbfähre bei Werben (Sachsen-Anhalt), aufgenommen mit einer Nikon D 5300

Vor allem ist die Kamera mit 480 g erstaunlich leicht. Zudem: Erstklassige Bildqualität, günstiger Preis, gigantische Akkulaufzeit – was will man mehr? Dennoch ist sie, je nach aufgesetztem Objektiv, reichlich voluminös, was die Bestückung des Tankrucksacks deutlich einschränkt. Gut und sicher aufgehoben ist sie aber im Heckkoffer, der standardmäßig montiert ist, wenn Christine mitfährt.

Nach Lage der Dinge wird dies allerdings meine letzte DSLR-Kamera sein, denn technisch ist dieser Kameratyp ausentwickelt. Aus diesem Grunde ziehen sich die Hersteller seit Jahren aus dem ruinösen Wettbewerb um billige Spiegelreflexkameras zurück. Im technischen Fortschritt können halt moderne Systemkameras ihre Stärken in Bereichen ausspielen, die sich an einer DSLR nicht mehr verbessern lassen (z. B. Autofokus). Bye Bye DSLR.

Analog fotografieren auf der Motorradtour

Mit der analogen Fotografie verhält es ähnlich wie mit Vinylschallplatten. Oft totgesagt, aber anscheinend unsterblich: Zu eng ist das Verhältnis zu Licht/Ton, Motiv /Musik und Technik. Zu faszinierend der handwerkliche Umgang mit der Kamera und – wer das kann und möchte – die Geburtshilfe bei der Entstehung des Bildes im Labor.

Analoge Fotografie ist auch ein erzieherischer Prozeß, der ihrem aficionado Ruhe, genaues Hinschauen und bewußtes Auslösen abverlangt. So wie mein alter Jagdlehrherr mir einst eine einläufige Flinte in die Hand drückte, um mich zum Treffen auf den ersten Schuß zu zwingen.

Über alle technischen Revolutionen hinweg habe ich die analoge Fotografie (und auch meine Vinyls) nie aufgegeben und bin froh darum. Auf dem Motorrad nehme ich meine Kameraveteranen gerne mit, wenn mich wieder einmal die Silberkörnchen jucken oder ein bestimmtes Projekt ansteht, das ich mit einer willkommenen Ausfahrt mit dem Motorrad verbinden kann.

Welche Analogkameras habe ich je nach Lust, Laune und Einsatzzweck dabei?

Kompaktkamera

point and shoot kamera olympus xa-2

Eine diskrete Begleiterin in der Kombi-Tasche: die Olympus XA-2 – Foto: Olympus

Urahne der „Immer dabei“-Smartphonekamera ist die gute alte point-and-shoot. Zu einer Zeit, als im fortschrittversessenen Kalifornien viel „Technik von Gestern“ auf dem Müll landete, schoß ich mir auf Craigs List für eine Hand voll Dollar eine gebrauchte Olympus XA2.

Optisch, haptisch, und in ihrer Gestaltung ein leckeres Teilchen, macht sie mir Riesenspaß. Einfach die Abdeckung beiseiteschieben, abdrücken, fertig. Das 35mm f/3.5 Objektiv, eine vierlinsige Tessar-Variante („Adlerauge“), lichtet knackscharf ab. Um damit Fehler zu machen, müßte man sich schon arg blöd anstellen.

Zerbrochene Glasscheibe in Marseille mit Durchblick auf die Strasse und die dahinterliegenden Gebäude

Durchblick durch eine zerbrochene Glasscheibe in Marseille, aufgenommen mit einer Olympus XA2 auf Kodak Ektar 100

Besonders schöne Ergebnisse mit warmen Farben liefert sie auf dem Fuji Velvia 100 Diafilm. Reiner Luxus, aber ein schöner. Während der Fahrt verschwindet die XA2 diskret in die Seitentasche meiner Kombi.

Spiegelreflexkamera

spiegelreflexkamera nikon fm

Ein robuster, zuverlässiger Begleiter: die Nikon FM

Meine Lieblings-SLR ist fast so alt wie der deutsche Durchschnittsmotorradfahrer: Im Jahre 1977 brachte Nikon mit der FM eine abgespeckte Version ihres Profi-Flaggschiffs F2 auf den Markt. Massiv gebaut, 590 Gramm schwer, solide Vollmechanik, unkaputtbar, verläßlich, präzise. Weil sich Nikon im Gegensatz zur Konkurrenz (Canon AE-1, Minolta 300 XD) nicht am technologischen Wettrüsten beteiligte, sondern in japanischer Keizen-Manier Bewährtes optimierte, ist diese Kamera auch heute noch ein guter Griff. Zeitlose Formgestaltung und ausgefeilte Haptik tragen ebenfalls dazu bei, daß er Umgang mit ihr großen Spaß macht. Mit der Nikon FM kann man einfach nichts falsch machen.

Ein dickes Plus der FM ist weiterhin, daß sie (mit wenigen speziellen Ausnahmen) alle Nikon-Objektive aufnimmt, die seit 1959 gebaut wurden. Ein gigantischer Gebrauchtmarkt macht die Kamera zum leistbaren Vergnügen. Dazu gehört auch das weithin unterschätzte, solide gebaute und scharf zeichnende Nikon Objektiv 50mm f/1.8 Series E, das schon für kleines Taschengeld aus der Bucht zu fischen ist. Insgesamt eine vom Preis-Leistungs-Verhältnis und von der Robustheit her unschlagbare Kombination zum Fotografieren unterwegs mit dem Motorrad.

Zubehör für das Fotografieren auf der Motorradtour

Ohne ein bißchen Zubehör geht die Fotografiererei auch auf einer Motorradtour nicht ab. Wegen des beschränkten Platzangebots im Tankrucksack beschränke ich mich aber auf das Allernotwendigste.

Ministativ

Mobiltelefon auf Ministativ mit Drahtauslöser auf dem Gepäckträger eines Motorrades als Teil der Fotoausrüstung für die Motorradtour

Mobiltelefon auf Ministativ mit Drahtauslöser

Ein Fotostativ ist ein erprobter Helfer, um verwackelungsfreie, ordentlich belichtete und gut komponierte Bilder von der Tour nach Hause zu bringen. Hier geht es mir ausdrücklich nicht um Profistative für anspruchsvolle Fotoprojekte, sondern von einem platzsparenden Behelf für den motorradfahrenden Fotoamateur.

Gerät meiner Wahl ist das Manfrotto Dreibein MTPIXI-B. Es nimmt Smartphones ebenso auf wie leichtere Kameras. Die Auslösung erfolgt praktischerweise per Selbst-/Draht-/Fernauslöser oder – beim Smartphone – mit einem billigen Kopfhörerkabel: einfach auf die „Lauter“-Taste drücken und schon kommt das Vögelchen.

Ministativ bewährt sich vor allem in folgenden Situationen:

Abendlicht
Zunehmende Dunkelheit erfordert beim Fotografieren eine längere Verschlußzeit. Freihandaufnahmen werden dann leicht zum Problem. Zwar kann eine Erhöhung des ISO-Wertes Abhilfe schaffen. Aber sie wird zur Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, da sie letztlich auf Kosten der Bildqualität geht.

Architektur und Innenaufnahmen
Wenn in düsteren Kirchen und Burgen die Belichtungszeit nicht für eine verwackelungsfreie Freihandaufnahme ausreicht, muß ein Stativ her. Wer zudem Architekturaufnahmen besser durchkomponieren will, wird um den kleinen dreibeinigen Begleiter froh sein. So läßt sich dann der gewünschte Ausschnitt genau einfangen.

Selfies in der Landschaft
Sehr oft bin ich alleine auf Strecke. Manchmal findet sich unterwegs ein freundlicher Mensch, der mich abzulichten bereit ist – meist aber nicht. Wenn ich neben dem eigenen Konterfei auch noch die Serpentinenstrecke und das Bergmassiv dahinter mit der Kamera einfangen möchte, bin ich deshalb mit dem kamerabewehrten Stativ auf meiner Maschine bestens bedient. Die Auslösung erfolgt dann mit den Hilfsmitteln vorstehend beschrieben.

Ähnliche Beiträge:

Ich freue mich über Deinen Kommentar:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.