Auf zwei Rädern um die Welt

Noch mehr Apps für Motorradtouren

Reiseerfahrungen der letzten Jahre haben noch mehr Apps für Motorradtouren gebracht. Hier gibt es einen ordnenden Überblick.

Das Angebot an Apps für Motorradtouren wird unübersehbar

Nicht jeder hat Zeit und Lust, das riesige Angebot von Play Store und Apple App Store systematisch nach guten Smartphone-Apps für Motorradtouren zu durchforsten. Mein erster Beitrag dazu gibt schon ganz nützliche Hinweise. Wer häufiger im Netz unterwegs ist, stößt auch so auf interessante Helferlein, die das Dasein auf der Motorradtour erleichtern. Dabei sind mir in letzter Zeit folgende Apps aufgefallen:

Internetempfang verifizieren

Startseite der App Breitbandmessung der Bundesnetzagentur als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

 https://breitbandmessung.de/mobil-testen

Ohne Internet geht heute nichts mehr. Verständlicherweise ist deshalb die lückenhafte Internetabdeckung in Deutschland vielen Reisenden und Ortsansässigen ein Ärgernis. Besonders der Motorradfahrer auf Tour ist oft sauer auf die fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten. Vor allem, wenn der GPS-Empfang für das Navi ausbleibt.

Um hier Besserung zu schaffen, erweitert die Bundesnetzagentur ihre bestehende App zur Breitbandmessung. Damit soll der Bürger ganz einfach und unbürokratisch Funklöcher erfassen und melden können. Die Ergebnisse dieser Rückmeldungen sollen 2019 in einer Karte veröffentlicht werden.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Netzverfügbarkeit erfassen“ startet der Nutzer die Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist – und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technologie gegeben ist. Die erfaßte Wegstrecke wird dem Nutzer auf einer Karte dargestellt.

Wenn der Nutzer die Erfassung stoppt, werden die Daten unter Angabe von Ort, Zeit und Mobilfunkanbieter an einen zentralen Server übermittelt. Sollte es ein Funkloch geben, erfolgt die Übertragung, nachdem wieder eine Verbindung zum Internet besteht.

Essen vom Straßenrand

Startbild der Smartphone-App Mundraub für pflückbare Früchte am Wegesrand als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

 https://mundraub.org/

Kommt der kleine Hunger unterwegs? Keine Kneipe in Sicht? Wenn jedoch in der Saison Büsche und Bäume Früchte tragen, kann man ruhig die Maschine abstellen und sich bequem am Straßenrand verpflegen.

Wer gerade mal keinen fetten Apfelbaum erspäht, kann man bei Mundraub auf die Suche gehen. Erstaunlich, was am Rande unserer Landstraßen für leckere Sachen herumstehen. Aber bitte nicht gleich den Vollernter in Gang setzen, sondern im Zweifel in der Nachbarschaft fragen, ob man sich vom nächsten Baum auch wirklich bedienen darf. Wenn man das nett macht, kommt vielleicht sogar ein bißchen mehr rum.

Übrigens: Nach Auskunft des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg ist die „Beerntung“ von Alleebäumen für den Eigenbedarf durchaus erlaubt. Sofern man nicht gerade mit dem Trecker vorfährt, den Hänger volllädt und dabei noch den Verkehr behindert. Also nur für den kleinen Hunger unterwegs.

Regenwarnung

Ansicht der Smartphone-App RainToday zur Regenwarnung als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

http://raintoday.weatherpro.de/lang/de.html

Regen versaut selbst die schönste Motorradtour. Hilfreich ist deshalb die Gratis-App RainToday für Android-Geräte, die verrät, wann es an den im Favoriten-Menü gespeicherten Standorten regnen wird. So werden Motorradtouren durch die Angabe nützlicher Wetter-Tendenzen besser planbar.

Die App zeigt drei wichtige Planungskriterien an:

  • die Richtung, aus der sich der Regen nähert (mit einem Kompaß),
  • Stärke und Länge des Niederschlages (mit einem Diagramm),
  • die Großwetterlage (mit einem klassischen Regenradar). 

Kundenkarten

Ansicht der Smartphone-App Stocard zur Speicherung von Kundenkarten als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

https://stocardapp.com/de/de

Bei Einkaufstouren quellen die Brieftaschen langsam über mit allen möglichen Kunden-, Mitglieds- und Rabattkarten. Auf einer Motorradtour, bei der quasi jeder Kubikzentimeter Stauraum zählt, muß das nicht sein. Bequem ist da die Stocard, die unter einem App-Symbol viele dieser Karten versammelt. An der Ladenkasse wird auf dem Display des Smartphones einfach die betreffende Karte angetippt, an den Scanner gehalten – und schon landen die Treuepunkte auf dem Kundenkonto.

Währungsrechner

Startseite des Oanda-Währungsrechners als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

www.oanda.com

Beim Verlassen der Eurozone kommt der Motorradreisende nicht umhin, die Spritpreise auf der weiteren Strecke zu vergleichen. Sehr angenehm wird das für die Reisekasse, wenn die Route ostwärts über Polen nach Rußland führt. Schauerlich aber auf dem Weg zum Nordkapp durch das teuere Skandinavien.

Die Umrechnung wird zum Kinderspiel mit dem Währungsrechner von Oanda, der neben den aktuellen auch historische Umrechnungskurse auswirft. Selbst für die exotischsten Währungen.

Meiner Erfahrung nach ist Oanda eines der solidesten Umrechnungsportale. Nicht zuletzt deswegen wird es von den meisten Zahlstellenleitern deutscher Institutionen rund um die Welt für amtliche Zwecke genutzt.

Lesen, Hören, Filme schauen

Startbild der Smartphone-App des Verbundes der öffentlichen Bibliotheken Berlins als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

 https://www.voebb.de/

Ruhetage auf einer Motorradtour oder längere Abende nach verfrühtem Eintreffen am Tagesziel laden ein zu beschaulicher Lektüre, zum Hören von Musik oder (Hör-)Büchern oder zum Schauen von Filmen. Sich dazu die Gepäckkoffer mit Paperbacks und Computer vollzustopfen ist natürlich keine sinnvolle Option.

Glücklich, wer als alte Leseratte oder Musikfan Zugriff auf das Portal des Berliner Bibliothekesverbundes VÖBB hat: Für ganze 10 Euro Jahresgebühr gewährt er Zugang zu einer unüberschaubaren Zahl von eBooks in allen möglichen Sprachen, über 5000 internationalen Zeitungen und Magazinen und mehr als 2 Millionen Titeln von über 130.000 CDs. Wer sich unterhalten lassen will, kann eine Unzahl von Filmen herunterladen oder streamen. Das Endgerät dazu steckt in Form des Smartphones in der Kombi.

Es ist davon auszugehen, daß auch andere Großstädte ein ähnliches Angebot bereithalten. Ein Informationsbesuch in der örtlichen Bibliothek empfiehlt sich dazu in jedem Fall.

Belichtungsmesser

Startbild der Smartphone-App beeCam als Belichtungsmesser für die analoge Fotografie als Beispiel für mehr Apps für Motorradtouren

 https://fotografische.de/zubehoer/belichtungsmesser-smartphone/

 

Wer (wie ich) auch mit der Analogkamera auf Motorradtour geht, sollte einen Belichtungsmesser mitnehmen. Noch ein Teil mehr im Tankrucksack. Muß aber nicht sein, denn es gibt kostenfreie Alternativen.

Die „sunny16“ Regel ist die eine Möglichkeit. Das Schätzen von Blende und Belichtungszeit also. Keine schwarze Kunst, erfordert aber etwas Übung.

Das Smartphone macht es dem Fotografen mit einer Vielzahl von Belichtungsmesser-Apps (auf Google Play und im AppStore) einfacher. Ich benutze die beeCam-App, die sich in der Praxis als überraschend präzise erwiesen hat.

Dabei dient das lichtempfindliche Display als Sensor. Gemessen wird damit nicht das von Motiv reflektierte, sondern das von der Sonne einfallende Licht: gewünschten ISO-Wert eingeben, Meßtaste drücken, die Belichtungsdaten werden angezeigt, fertig.

Vor Nutzung der App empfiehlt sich die Kalibrierung der App im Abgleich der ausgegebenen Belichtungsdaten mit den Resultaten eines Handbelichtungsmessers bzw. einer Digitalkamera. Als Motiv am besten eine neutralgraue Wand anvisieren.

Reisebudget überwachen

Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge trüben oft die schönen Erinnerungen an eine tolle Motorradtour. Die Kosten für Sprit, Unterkunft, Essen, Trinken und dergleichen mehr addieren sich unbemerkt zu einer hübschen Summe, deren Höhe einen meist sehr erstaunt.

Kostenkontrolle heißt hier das Zauberwort. Am besten setzt man sich vor Tourbeginn eine Budgetobergrenze und versucht, durch Notieren der Ausgaben einen Überblick darüber zu behalten, wieviel man wofür ausgegeben hat.

Ein Wunder, wenn es auch für diesen Zweck keine hilfreichen Apps gäbe. Ich habe etliche davon ausprobiert. Schlußendlich waren sie ein bißchen zu detailliert und eher für die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden konzipiert als für Motorradtouristen.

Hängengeblieben bin ich schließlich bei TravelSpend. Eine recht simple, in der Basisversion kostenfreie und für unsere Zwecke vollkommen ausreichende App. Einfach die Ausgaben unter der betreffenden Rubrik eintippen (z. B. Übernachtung, Essen, Trinken) und man erhält zeitgleich eine rechnerische und graphische Übersicht über den aktuellen Ausgabenstand.

 

WER HAT NOCH WEITERE NÜTZLICHE APPS?

Erstmals veröffentlicht am 04.01.2019
Aktualisiert am 08.08.2019

 

 

Ähnliche Beiträge:

 

 

 

 

 

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Motorradspass in Brandenburg?

Die große Überraschung: Motorradspass in Brandenburg. Wer hätte das gedacht? Es lockt eine reizvolle Landschaft mit kristallklaren Seen, einsamen Strassen und verborgenen Sehenswürdigkeiten.

Sprachen lernen für die Motorradtour – lohnt das?

Lohnt sich das Sprachen lernen für die Motorradtour ins Ausland? Ist der Aufwand nicht zu groß? Die Antwort wird viele überraschen.