Auf zwei Rädern um die Welt

Motorradfahren mit Kindern

Motorradfahren mit Kindern: Soll ich das wirklich? Wenn ja: Was muß ich dabei beachten? Das ist die Frage nicht nur zu Beginn der Motorradsaison. Denn viele Kinder liegen ihren (zumeist) Vätern in den Ohren, sie auf dem Motorrad mitzunehmen. Angesichts der mit dem Motorradfahren verbundenen Gefahren verlangt diese Frage eine klare, für jeden individuell zu treffende Entscheidung. Woran sollte sie sich ausrichten? 

Eigene Erfahrungen

Jedes meiner vier Kinder hat sich mir als Sozius auf dem Motorrad anvertraut. Die Gelegenheiten zur Mitfahrt waren höchst unterschiedlich. Am intensivsten wohl mit meinem Jüngsten, den ich im Alter von 14 – 17 Jahren (Klassen 9 – 12) so gut wie jeden Tag auf dem Motorrad zur Schule gebracht habe. Auf einer BMW R 1200 GS mit allen drei Koffern dran – als Rückenstütze und zur Aufnahme der Klamotten während der Schulstunden.

Insgesamt waren das 880 Schultage x 21 Meilen = 18.480 Meilen = 29.741 km auf dem wohl schönsten Schulweg der Welt. Für Vater und Sohn eine tolle Zeit, in der wir beide wertvolle Erfahrungen über das Fahren zu zweit gewonnen haben. Im Laufe der Jahre sind wir Tourenpartner auf zwei Maschinen geworden. Aber darüber an anderer Stelle einmal mehr.

Bild von der Golden Gate Bridge mit San Francisco im Hintergrund und einem Motorrad BMW R 1200 GS im Vordergrund

Mit dem Motorrad auf dem wohl schönsten Schulweg

Ich habe gelernt, daß es durchaus einen Unterschied macht, ob ich mit meiner Frau als Sozia durch die Lande brause oder ob ein kleiner Sozius hinter mir sitzt. Wie und warum haben wir uns dafür entschieden? Welche Erfahrungen haben wir dabei gemacht?

 „Ein Blick ins Gesetz
erleichtert die Rechtsfindung.“

Darf ein Kind auf dem Motorrad mitfahren? Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Den rechtlichen Rahmen dafür und die Bedingungen, unter denen dies gestattet ist, hat der Gesetzgeber in zwei weit auseinanderliegenden Einzelnormen versteckt:

  • Für die Voraussetzungen am Motorrad gilt die Straßenverkehrszulassungsordnung (STVZO).
  • Für Entscheidungen, die das Wohl des Kindes betreffen, macht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) die entsprechenden Vorgaben.

 Welche technischen Anforderungen
muß das Motorrad erfüllen?

Die Mitnahme von Kindern auf dem Motorrad regelt der Gesetzgeber eher nebenbei: Nach § 35a Abs. 9 StVZO müssen

 „Krafträder, auf denen ein Beifahrer befördert wird, [ … ] mit einem Sitz für den Beifahrer ausgerüstet sein. Dies gilt nicht bei der Mitnahme eines Kindes unter sieben Jahren, wenn für das Kind ein besonderer Sitz vorhanden und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Einrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße des Kindes nicht in die Speichen geraten können.“

Bild von einem Motorradfahrer auf einer BMW R 69 S in tropischer Umgebung

FALSCH: Dieses Motorrad hat keinen Sitz für Kinder und der Fahrer trägt keine Schutzkleidung.

Das heißt: Fehlt ein solcher Sitz, so dürfen Kinder unter 7 Jahren nur mitgenommen werden, wenn ein besonderer Sitz vorhanden und durch Radverkleidungen oder ähnliches dafür gesorgt ist, dass die Füße des Kindes nicht in die Speichen geraten können. Auch Kinder dürfen – wie jeder andere Sozius – nur hinter dem Fahrer sitzen.

Hierzu schreibt § 61 StVZO vor:

(1) Zweirädrige Kraftfahrzeuge, auf denen ein Beifahrer befördert werden darf, müssen mit einem Haltesystem für den Beifahrer ausgerüstet sein, das den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen entspricht.

(2) Zweirädrige Kraftfahrzeuge müssen für den Fahrer und den Beifahrer beiderseits mit Fußstützen ausgerüstet sein.

Bild von einem Mann und einem Jungen auf einem Motorrad BMW R 69 S als Beispiel für Motorradfahren mit Kindern

FALSCH: Der Beifahrer gehört nach hinten. Die Beine des Kindes sind noch zu kurz. Beide tragen keine Schutzbekleidung.

Dies bedeutet: Die Füße des Kindes müssen auf den Fußstützen des Motorrades aufstehen können. In welchem Maße dies der Fall ist, hängt von der Geometrie des Motorrades und der Größe des Kindes ab. Die Beine müssen lang genug sein.

 Was schreibt die elterliche Sorgepflicht vor?

Das deutlich erhöhte Unfallrisiko beim Motorradfahren erlegt beiden Eltern – nicht nur den Fahrer – eine sorgfältige Prüfungspflicht auf, ob das Kind mit auf dem Motorrad fahren darf, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.

Den rechtlichen Rahmen dazu stecken die Grundsätze der Elterlichen Sorge in § 1626 ff. BGB:

 (1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes [ … ].

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

Beide Eltern tragen
die Verantwortung

Bei ihrer Entscheidung haben die Eltern abzuwägen, wie das Recht und die Pflicht der Personensorge mit der erzieherischen Aufgabe in Einklang zu bringen ist, den mit dem Heranwachsen entstehenden Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes Rechnung zu tragen.

Anders ausgedrückt: Die Eltern kennen ihr Kind am besten, um entscheiden zu können, ob und wann ihr Kind auf dem Motorrad mitfahren können soll und welche erzieherischen Ziele damit verbunden werden.

Wohlgemerkt: Beide Elternteile, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, sollten die Entscheidung treffen. Bei unterschiedlichen Auffassungen würde ich persönlich das Kindeswohl in der Weise in den Vordergrund stellen, daß ich mein Kind zunächst nicht mit auf das Motorrad nehme.

Die Entscheidung über das Motorradfahren mit Kindern wird im Lichte seiner persönlichen Entwicklung einvernehmlich zu überprüfen sein. Sollten dabei jedoch fortgesetzte Zweifel bestehen, ob das Kind wirklich reif ist, auf dem Motorrad mitzufahren, sollte man besser bis zu seiner Volljährigkeit warten. Dann kann man es seiner Entscheidung überlassen, ob es selber den Motorradführerschein machen will oder nicht. 

Nicht ohne
ausdrücklichen
Wunsch des Kindes

Wichtig ist bei dieser Entscheidung vor allem, daß es dem ausdrücklichen Wunsch des Kindes entspricht, mit auf dem Motorrad fahren zu wollen. Falscher elterlicher Ehrgeiz, „Überreden“ zum Mitfahren oder gar sanfter Zwang sind sicher kein guter Einstieg in die Motorradwelt. 

Bild von einem kleinen Jungen auf einem MZ-Polizeimotorrad als Beispiel für Motorradfahren mit Kindern

Erste Sitzprobe: Von der MZ …

Bild von einem Jungen mit einer BMW R 1200 GS vor der Golden Gate Bridge in San Francisco

über die R 1200 GS auf dem Schulweg …

Bild von einem Jungen auf einem gelben Motorrad Ducati Monster 750 bei Fahrschulübungen als Beispiel für Motorradfahren mit Kindern

… zur eigenen Ducati Monster 750: Fahrschule auf dem Supermarkt-Parkplatz

Zusammenspiel von
Fahrer und kleinem Sozius
 

Welche Anforderungen sind an den Fahrer zu stellen?

Die Entscheidung, ein Kind auf dem Motorrad mitzunehmen, stellt nicht zuletzt erhebliche Anforderungen an den Fahrer. Denn er hat mit seiner Fahrweise, wie in anderen Lebensbereichen auch, Vorbildfunktion für das Kind. Auf jeden Fall sollte der Fahrer wie bei jeder Fahrt zu zweit ein verläßliches Maß an Fahrerfahrung mitbringen. Jede Unsicherheit beim Fahren überträgt sich unvermeidlicher auf das Kind. Damit würden wir nur das Gegenteil dessen erreichen, was wir beabsichtigen. 

Im konkreten Falle würde es auch der Zielsetzung von § 1626 Absatz 2 BGB entsprechen, das Kind durch Mitfahren auf dem Motorrad (so es das will und beide Eltern dies befürworten) zu einem verantwortungsbewußten Verhalten im Straßenverkehr zu erziehen. 

Wie alt sollte
das Kind sein?

Die Eltern kennen ihr Kind am besten. Sie sollten deshalb für solche Unternehmungen einige Vorfragen zu seiner Persönlichkeit beantworten: Ist es sportlich und bewegt sich gerne oder ist es eher behäbig? Ist es abenteuerlustig oder in sich gekehrt? Ist es vielleicht ängstlich? Hat es technisches Interesse? 

Damit stellt sich auch die Frage: Wie alt sollte das Kind denn mindestens sein, bevor man es mit auf das Motorrad nimmt? Ich persönlich habe meine Kinder erst mitgenommen, als sie älter als 12 Jahre waren. Das hat nicht nur mit der Körpergröße zu tun. Sie ist in diesem Alter bei jedem Kind unterschiedlich. Sie ist auch Grundvoraussetzung für stabiles Sitzen auf dem Soziussitz mit sicherem Aufstand der Füße auf den Fußrasten.

Bild von einem Motorradfahrer mit einem Jungen vor einer bepackten BMW R 1150 R auf großer Tour von Rom nach Bayern

Für Langstrecken ist gute körperliche Verfassung unabdingbar: auf großer Tour von Rom nach Bayern

Es ist auch eine Frage der körperlichen Verfassung. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“. Die Entwicklung ihres Muskel- und Knochenapparates namentlich im Schulter- und Nackenbereich ist im Kindesalter meist noch nicht so stabil ausgeprägt, daß eine Fahrt auf dem Motorrad – zumal mit Helm – ohne erhebliche körperliche Anstrengungen abginge. Deswegen sollte man für das Kind einen besonders leichten Helm aussuchen, um höhere Belastungen für die Halswirbelsäule zu vermeiden. 

Die Vorbereitung zum
Motorradfahren mit Kindern

Wenn alle Voraussetzungen seitens der Eltern und des Motorrades gegeben sind, sollte man sich mit dem Kind Zeit nehmen für die Vorbereitungen zur ersten Ausfahrt. Dem kommt entgegen, daß Kinder in aller Regel neugierig und unternehmungslustig sind. Damit verwandeln wir die folgenden Schritte der Vorbereitung in ein Gemeinschaftserlebnis: 

Neugier wecken

Die Werbebranche fährt ihre Kampagnen mit der AIDA-Strategie: Attention – Interest – Desire – Action. Vom Hingucken zum Mitmachen-(Haben-)Wollen. Kinder achten sehr wohl darauf, was wir als Eltern tun und wie wir uns verhalten. Holen wir sie also ruhig in die Garage, wenn wir an der Maschine herumschrauben oder eine Ausfahrt vorbereiten. Das Drehen-Dürfen an einer Schraube kann schon ein guter Einstieg sein. Kinder checken mehr, als man glauben möchte. 

Technikinteresse fördern

Dies läßt sich wunderbar damit verbinden, dem Kind in einem „Exklusivkurs“ zu erklären, wie so ein Motorrad eigentlich funktioniert. Wo ist der Motor? Wie treibt er das Hinterrad an? Was braucht er zum Laufen? Warum wird der Auspuff beim Fahren heiß? Dann kann man gemeinsam ein wenig basteln: Den Luftfilter reinigen samt Aus- und Einbau, einen Blinker reparieren, Reifendrücke prüfen etc. Interessant wird es für das Kind besonders dann, wenn es auch selber mal Hand mit anlegen darf. 

Besonderheiten der Fahrweise erklären

In diesem Zusammenhang läßt sich dem Kind anschaulich erklären, was das Motorradfahren vom Autofahren unterscheidet: Daß das Motorrad viel schneller beschleunigen und bremsen kann als die meisten Autos. Daß man damit umkippen kann und daß man sich zur Seite neigen muß, wenn man um die Kurve fährt. Zur Illustration läßt sich das auf einem kleinen Hindernisparcours mit dem Fahrrad üben. 

Verhalten auf dem Motorrad erklären

Vom Fahrradfahren her sind die meisten Kinder das Balancieren auf dem Zweirad schon gewohnt. Wichtig ist aber auch, ihnen einige Besonderheiten zu erklären:

  • Richtiges Aufsteigen
  • Richtige Sitzposition
  • Aufpassen auf den heißen Auspuff
  • Mit Händen an den Haltegriffen oder am Fahrer gut festhalten (besonders beim Beschleunigen und Bremsen)
  • Oberschenkeldruck gegen den Sattel (wie beim Reiten)
  • Mit dem Fahrer mitschwingen. Das Kind sollte genau wissen, was bei Kurvenfahrt in Schräglage passiert und wie es sich dabei zu verhalten hat. 

Schutzbekleidung gleicher Standard wie beim Fahrer 

Damit kommen wir dem Mitfahren einen Schritt näher. Was aber noch fehlt, ist die Schutzbekleidung. Es versteht sich von selbst, daß das Kind 1 : 1 die gleichen Sicherheitsstandards haben muß wie der Fahrer. Das heißt: vollständige Schutzbekleidung incl. Protektoren, Handschuhen und Helm. Was dabei im einzelnen in Frage kommt, dazu verweise ich auch den fachlichen Rat der bekannten Ausrüster. 

Das wird teuer, zumal Kinder für die kommenden Jahre munter aus ihren Klamotten herauswachsen. Das muß man aber beim Motorradfahren mit Kindern in Kauf nehmen. Wenn schon, warum nicht mit anderen Eltern die Sachen tauschen oder sich Gebrauchtes zulegen? Ganz so, wie viele dies mit Babybekleidung machen. Zumal, wenn man sich nicht sicher ist, wie lange der Motorrad-Enthusiasmus des Sprößlings wirklich anhält. 

Hat man die Fahrerausrüstung zusammen, sollte man dem Kind vor der ersten Ausfahrt zur Eingewöhnung die komplette Motorradmontur erst einmal zu Hause anziehen und ausprobieren lassen. Dabei kann man dann alle Fragen besprechen, die das Kind dazu hat. 

Von der MZ …

… auf die Honda Hornet. Vater und Tochter auf dem weiten Weg vom Pazifik zum Atlantik durch den tiefen Süden der USA

Wie stelle ich meine Fahrweise
auf das Kind ein?

Vorsichtige, defensive Fahrweise

Damit kommen wir endlich zum Fahren. Mit einem Kind hintendrauf habe ich es immer so gehalten, als führe ich auf regennasser Straße mit der Gefahr von Aquaplaning. Will sagen: defensives Fahren, mäßiges Tempo, möglichst gleichmäßige Fahrweise, kein abruptes Beschleunigen oder Bremsen, keine starke Schräglage. Am besten erinnern wir uns auch an unsere eigene erste Mitfahrt auf einem Motorrad. Wie ist es uns da ergangen?

Zunächst eine Strecke in vertrauter Umgebung

Die allererste gemeinsame Ausfahrt sollte kurz sein und in vertrauter Umgebung stattfinden: Eine Runde um den Block, der Weg zur Schule oder zum Einkaufszentrum, auf dessen Parkplatz man noch ein paar große (!) Kreise oder Achter drehen kann. Damit sollte man beginnen. 

Wenn das gut geht, das Kind Spaß daran findet und Vertrauen gewonnen hat, kann man schon kürzere ruhige, verkehrsarme, Strecken fahren. Sollten diese (z. B. weil man mitten in der Großstadt wohnt) nur nach längerer Anfahrt zu erreichen sein, kann man entsprechende Vorbereitungen treffen: Vor der Ausfahrt die Maschine am Streckenbeginn (z. B. an einer Tankstelle) abstellen, dann von zu Hause aus gemeinsam mit dem Auto dorthin fahren und auf das Motorrad wechseln. Das macht zwar etwas Mühe, ist aber durchaus vertrauensbildend. 

Wie lange sollte die Ausfahrt dauern?

Die ersten Ausfahrten auf ruhiger Strecke sollten nicht länger als 30 Minuten dauern. Zwischendurch sollte man Pausen einlegen, um gemeinsam die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen zu besprechen. 

Dabei sollte man nicht vergessen: Kinder auf dem Soziussitz können oft noch nicht über den Fahrer hinwegschauen und müssen deshalb meistens noch zur Seite gucken. Dadurch kann das Fahren leicht fad werden. Kinder neigen dann zur Ermüdung. Mit zunehmendem Alter werden die Kinder meist robuster und halten längere Strecken oft erstaunlich gut aus. 

Übertreiben sollte man dennoch nicht, wie Robert M. Pirsig in seinem Roman Zen and the Art of Motorcycle Maintenance eindrucksvoll beschreibt. Aber eine Fahrt quer durch Amerika ist schon ein anderes Kaliber. 

Während der Fahrt kommunizieren

Einsatzbesprechungen zwischendurch zeigen den Wert der Kommunikation für die Eingewöhnung des kleinen Sozius‘. Wer ein Intercom-System hat, kann dieses zweckmäßigerweise dabei einsetzen. So etwas macht erfahrungsgemäß Kindern großen Spaß. 

Es geht aber auch ohne: Man kann gemeinsam ein Zeichensystem vereinbaren und einüben, so daß man genau weiß, wenn das Kind sich etwa nicht mehr wohl fühlt oder aus irgendeinem Grund absteigen möchte. So etwas geht sehr gut. Mit meiner Frau und liebsten Beifahrerin praktiziere ich dies auf langen Strecken seit langen Jahren mit großem Erfolg. 

Nicht vergessen: Kurze Stops z. B. an Ampeln sollte man nutzen, um mit dem Kind Blickkontakt aufzunehmen. Erkennt man dann ein breites Grinsen durch das Visier, dann ist alles in Ordnung. 

Nach der Fahrt

sollte man mit dem Kind ein ganz entspanntes Debriefing machen. Was hat gefallen, was nicht? Was ging gut, was war beschwerlich? Was hat das Kind dabei empfunden? Wollen wir wieder mal zusammen fahren? Die Antworten hierauf werden Fahrer und Kind helfen, sich gut auf eine folgende Tour einzustellen. 

Fazit

Nach meiner persönlichen Erfahrung sollte ein Kind mit auf dem Motorrad mitfahren dürfen, wenn

  • es dieses gerne möchte,
  • es von der körperlichen und Persönlichkeitsentwicklung dafür reif ist,
  • beide Eltern dies nach sorgfältiger Prüfung befürworten und
  • der Fahrer genug Fahrerfahrung hat, um das Kind verantwortungsbewußt auf dem Motorrad mitzunehmen. 

Wenn man es richtig anstellt, bringt gemeinsames Fahren tolle Gemeinschaftserlebnisse, die weit über die Kinderzeit hinaus wirken. In vielen Fällen ist es für den Jungen oder das Mädchen auch ein sanfter Einstieg in ein eigenes, erfülltes Motorradleben. 

Bild von einem Mann auf einer blauen BMW R 1200 GS und seinem Sohn auf einer gelben Ducati Monster 750 vor der Ausfahrt

Erste gemeinsame Ausfahrt mit frisch erworbenem Führerschein nach langen Jahren des Mitfahrens und der Fahrausbildung

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